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        Optimierter Materialfluss durch autonomeTransportroboter

        Zwei Konzepte, ein Ziel: Mit mobiler Robotik zum optimierten Materialfluss in der Produktion

        KRONE realisiert Automationslösungen mit KUKA sowohl im Brownfield als auch im Greenfield. Im niedersächsischen Werlte optimieren stationäre und autonome mobile Roboter bestehende Betriebsabläufe – in Ibbenbüren entstand eine Smart Factory auf der grünen Wiese. Was beide Projekte eint: der Wille, Kundenwünsche zu realisieren, Arbeitsplätze zu sichern und Produktion neu und zukunftssicher zu denken.


        Intelligente Automation in allen Betriebsabläufen

        Sie macht nicht viel Aufhebens um sich. Nahezu geräuschlos bahnt sich die autonome Transportplattform ihren Weg durch die Produktionshalle. Zentimetergenau liefert der autonome mobile Roboter einen 100-Liter-Druckluftkessel an einer Schweißstation ab. Dort wartet bereits ein Handling-Roboter von KUKA, der ihn von der Plattform aufnimmt, um ihn dann in der Bearbeitungszelle mit weiteren Bauteilen zu verschweißen.
        Was beim Zusammenbau von Komponenten für einen Lkw wie Zukunftsmusik klingt, ist bei der KRONE Group, einem der größten Hersteller von Landmaschinen und Nutzfahrzeugen, längst gelebter Alltag: In einer Partnerschaft mit KUKA setzt KRONE auf intelligente Automation – sowohl in einer bestehenden Fabrik (Brownfield) als auch in einer neuen, smarten Produktionsstätte (Greenfield). Das Ergebnis sind effizientere Abläufe, eine höhere Werteschöpfung, entlastete Mitarbeiter und eine wettbewerbsfähige Produktion „made in Germany“.

        Autonome Intralogistik für maximale Effizienz

        Mobile Plattformen von KUKA sorgen bei KRONE für den optimalen Materialfluss.

        Schlüssel zur Smart Factory: Autonome mobile Roboter

        Dabei setzt das Unternehmen auf KUKA als Technologiepartner – und geht sowohl in einem bestehenden Werk in Werlte als auch beim jüngsten Neubau einer Greenfield-Fabrik der GTS Green Teuto Systemtechnik GmbH in Ibbenbüren konsequent den Weg der Automatisierung – mit Fertigungsrobotern im Zusammenspiel mit fahrerlosen Transportsystemen. Und genau darin steckt für KRONE das große Potenzial. „Den entscheidenden Schlüssel bei der Transformation zur Smart Factory bietet KUKA.AMR Fleet, unser AMR-Flottenmanagement“, sagt Nikita Daubert, AMR Business Development Manager für die DACH-Region bei KUKA.
        KUKAs AMR-Flottenmanagement ist kompatibel mit den g?ngigen Leitsteuerungen.
        KUKA.AMR Fleet ist kompatibel mit den gängigen Leitsteuerungen.
        Nikita Daubert, AMR Business Development Manager für die DACH-Region bei KUKA

        Das AMR-Flottenmanagement lässt sich flexibel an hauseigene Leitsteuerungen, wie MES/ERP, koppeln. So können wir Kunden wie KRONE bedarfsgerecht und zukunftsorientiert unterstützen.

        Nikita Daubert, AMR Business Development Manager für die DACH-Region bei KUKA

        AMR: Mobile Roboter für den Bestand in Werlte

        Im nieders?chsischen Werlte betreibt KRONE eine Lkw-Trailerfertigung mit gewachsenen Strukturen. Hier wurde jetzt mit Unterstützung von Silver Robotics, einer KRONE-Tochter zur Umsetzung von innovativen und ma?geschneiderten Robotik- & Maschinenbaul?sungen bei KRONE selbst wie auch bei externen Kunden, eine vollautomatische Zelle aufgebaut. Sechsachsige KUKA-Handling- und Schwei?roboter führen ihre Aufgaben digital vernetzt mit autonomen mobilen Robotern, wie der KMP 1500P, aus.
        Die KMP 1500P tr?gt bis zu 1500 Tonnen Last.
        Hohe Lasten, wie die Luftkessel im KRONE-Werk in Werlte, sind für die KMP 1500P kein Problem.
        Der kompakte AMR tr?gt bis zu 1,5 Tonnen und bewegt sich dabei mit seiner Differential-Antriebstechnologie selbstst?ndig in der Produktion. Integrierte 3D-Kameras und Laserscanner sorgen für Flexibilit?t und Sicherheit in einer Arbeitsumgebung mit Menschen. Das induktive Ladekonzept h?lt die Plattform rund um die Uhr betriebsbereit.
        ?Wir hatten zuvor alle unsere bisherigen Prozesse auf den Prüfstand gestellt und zu neuen Prozessen und Arbeitsweisen wie der Modulbauweise überführt“, erkl?rt René Mecklenburg, Gesch?ftsführer der Silver Robotics GmbH. ?Und wir haben dabei gleich weitergedacht in Richtung Intralogistik und optimiertem Materialfluss. Denn wir wollen unseren Kunden unsere Produkte schneller anbieten – und das bei noch h?herer Qualit?t und zu wirtschaftlichen, marktf?higen Preisen.“

        Vom Schweißvorhang zur smarten Zelle

        Die Versorgung der Schwei?roboter erfolgt nun autonom, Stapler sollen weitestgehend aus der Fertigung verschwinden. Die Transportplattform bringt stattdessen selbstt?tig Material, wie die Druckluftkesssel oder Türelemente, zur Zelle. Dort legt es ein Handling-Roboter in die Schwei?anlage ein. Die fertigen Baugruppen werden von da ebenso automatisch abtransportiert. ?Die mobilen Roboter helfen uns, viele Prozesse, die hier sehr weitl?ufig sind, miteinander zu verketten. So konnten wir auf viel F?rdertechnik verzichten und zugleich die Effizienz in den Produktions- und Intralogistik-Abl?ufen deutlich steigern“, sagt René Mecklenburg. Mensch und Maschine würden bei KRONE dazu Hand in Hand wirken: ?Die Mitarbeitenden kümmern sich um die Vorbereitung der Teile und Qualit?tskontrolle, w?hrend Roboter die k?rperlich anstrengende Schwei?arbeit erledigen. So entlasten wir die Mitarbeitenden von schweren, monotonen T?tigkeiten, schaffen mehr Ordnung und erh?hen die Sicherheit“, so Mecklenburg weiter. Volker Perk, Produktionsgesch?ftsführer der KRONE Commercial Vehicle Group, sieht in der Robotik einen zentralen Baustein zur Standortsicherung: ?Wir wollen Lkw-Trailer wie den ?Profi Liner‘ auch in Zukunft weiter in Deutschland produzieren. Dazu müssen wir aber Prozesse automatisieren, weil wir für viele erforderliche T?tigkeiten schlicht keine Fachkr?fte mehr finden. Die Robotik gibt uns die M?glichkeit, unsere Mitarbeitenden an effizientere oder wertsch?pfendere T?tigkeiten heranzuführen. “
        Autonome Transportplattformen als moderne Alternative zu klassischen Staplern
        Bei KRONE in Werlte sollen Stapler, unter anderem aus Sicherheitsgründen, weitestgehend durch mobile Robotik abgelöst werden.

        Montage und Logistik intelligent vernetzen

        Wie die Automatisierung und die Smart Factory bei KRONE konkret Einzug hielt, schildert Jochen Roling, Gesch?ftsführer bei GTS, aus eigener Erfahrung: ?Wir haben früher erst einmal nur den Prozess hinter dem Schwei?vorhang automatisiert. Irgendwann wurde klar: Um die Anlage effizient und wirtschaftlich zu betreiben, müssen auch Materialfluss und Bedienung robotikbasiert erfolgen.“ Hier kamen die mobilen Roboter von KUKA ins Spiel. W?hrend Werlte bestehende Abl?ufe gewisserma?en ?on the fly“ fortlaufend modernisiert, entstand im westf?lischen Ibbenbüren in nur zw?lf Monaten mit der Green Teuto Systemtechnik, GTS, ebenfalls eine Tochter der KRONE Group, eine komplett neue Fabrik für die Landmaschinenfertigung – als Greenfield-L?sung, buchst?blich auf der ?grünen Wiese“. Hier werden von Robotern Schwei?baugruppen gefertigt, die sp?ter lackiert und dann in Landmaschinen verbaut werden.
        Montage und Logistik werden bei KRONE intelligent vernetzt.
        In Ibbenbüren realisierte KRONE eine automatisierte Produktion im Greenfield.

        Materialflussplanung ohne Hindernisse

        ?Warum Smart Factory? Warum auch neue Fabrik?“, fragt Jochen Roling, um gleich die Antwort zu geben: ?Wir beabsichtigen bei KRONE, unsere Werke auf das Endprodukt hin zu spezialisieren. ?Smart‘ hei?t dann für uns, mithilfe von Digitalisierung und Auto-mation maximal effizient und skalierbar zu fertigen.“ Der Vorteil des Greenfield Ansatzes sei gewesen, ohne Restriktionen und ohne vorhandene Strukturen geplant haben zu k?nnen. ?Wir setzen mit Unterstützung von KUKA auf hochmoderne, smarte und nachhaltige Fertigungskonzepte und -prozesse. Deswegen haben wir von Anfang an die automatisierte Versorgung und eine integrierte Datenverarbeitung der Produktions- und Montagelinien zur Pr?misse gemacht“, so Roling.
        Hochmoderne, smarte und nachhaltige Fertigungskonzepte ermöglichen die KUKA Roboter bei KRONE.
        Jochen Roling, Gesch?ftsführer bei GTS

        Die gesamte Produktionsarchitektur der Smart Factory wurde von Grund auf datengetrieben und skalierbar konzipiert – ein Meilenstein in der Geschichte von KRONE.

        Jochen Roling, Geschäftsführer bei GTS

        Echtzeitdaten in der IT bilden die Basis

        Basis der Smart Factory in Ibbenbüren ist eine IT-Architektur, die Echtzeitdaten erfasst und ereignisbasiert verarbeitet. Jede Maschine, jeder Roboter und jedes Transportfahrzeug ist digital vernetzt. ?So kann die Fertigung auf das überschreiten von Toleranzen oder St?rungen unmittelbar reagieren. Wir sprechen deswegen schon lange nicht mehr vom Steuer-, sondern vom Regelkreis“, sagt Perk. ?Die Systeme sind anpassungsf?hig, sie lernen und korrigieren eigenst?ndig.“ Dieser Wandel betrifft auch die Kommunikation zwischen Entwicklung und Fertigung. ?Früher hat sich die Produktion an Produkt?nderungen angepasst. Heute ist es umgekehrt. Alle Anforderungen aus der Fertigung flie?en bereits in die n?chste Entwicklung mit ein“, sagt Roling.
        Alle Transportfahrzeuge sind digital vernetzt.
        Durch die digitale Vernetzung werden alle Daten in Echtzeit erfasst.

        Drei Schritte zur Vollautomatisierung

        KRONE folgt auf seinem Automatisierungspfad einem dreistufigen Umsetzungskonzept. Im ersten Schritt geht es um den Aufbau einer ganzheitlichen Perspektive zur Automatisierung des Prozesses. Darauf aufbauend rücken L?sungen für den Materialtransport per AMR in den Fokus. Stufe drei ist dann das automatisierte Teilehandling.

        Autonome mobile Roboter mit bis zu sechs Tonnen Traglast

        Nach diesem Prinzip wurde von KRONE das Werk in Ibbenbüren gestaltet. So sind dort heute in einer einzelnen Fertigungsinsel neun Schwei?- und Handling-Roboter synchron mit zwei Bearbeitungszentren und einer automatischen Messzelle zusammen im Einsatz. Auf diese Weise konnten Stillstandzeiten nahezu eliminiert werden, da Roboter und Transportplattformen rund um die Uhr im Takt bleiben. Die Produktion kann flexibel hoch- oder heruntergefahren werden, ohne dass heute kaum noch aufl?sbare Personalengp?sse zum limitierenden Faktor werden. ?Diese Skalierbarkeit der Produktionsarchitekturvon kleinen Zellen bis zu komplex vernetzten Linien – ist ein Kernziel der neuen Smart Factory“, sagt Roling. Testweise seien in Ibbenbüren mittlerweile auch erste KMP 3000P im Einsatz. Sie k?nnen bis zu drei Tonnen in den Produktionshallen bewegen, im Tandem sogar doppelt so viel, und sich omnidirektional mit h?chster Pr?zision auch auf engstem Raum bewegen.
        Durch die optimale Abstimmung von Schweiß-, Handling- und autonomen mobilen Robotern konnten Stillstandszeiten nahezu eliminiert werden.

        „Wir machen Arbeit attraktiver"

        Eines ist den KRONE-Fabrikplanern besonders wichtig: Die Automatisierung bedeutet nicht das Ende menschlicher Arbeit, sondern deren Aufwertung. ?Die Bedienung hochautomatisierter Zellen hat an Wert gewonnen. Mitarbeitende erleben das als Zukunftsjob“, so Roling. Mecklenburg erg?nzt: ?Wir sehen, dass sich intern Kolleginnen und Kollegen aktiv auf diese Positionen bewerben.“ Auch die Ergonomie spielt eine Rolle: ?Die neuen Arbeitspl?tze sind sicherer und k?rperlich weniger belastend. Das macht sie attraktiv – gerade für jüngere Generationen“, sagt Perk.
        Volker Perk, Produktionsgesch?ftsführer der KRONE Commercial Vehicle Group

        Robotik hilft uns, unsere Standorte auch im demografischen Wandel wettbewerbsfähig zu halten.

        Volker Perk, Produktionsgeschäftsführer der KRONE Commercial Vehicle Group
        Nicht attraktiv am Arbeitsmarkt sind immer gleiche, monotone T?tigkeiten, der Umgang mit schweren Lasten und dann die Gefahren beim Schwei?en selbst: von giftigen Gasen und D?mpfen über das Risiko von Verbrennungen bis hin zu Stromschl?gen. ?Wir finden schlichtweg keine Leute mehr für diese T?tigkeiten. Robotik hilft uns, unsere Standorte auch im demografischen Wandel wettbewerbsf?hig zu halten“, betont Perk. Die Automobilindustrie mit ihren hohen Stückzahlen habe es vorgemacht: ?In der Serienfertigung ist die Automation wirtschaftlich alternativlos. Das gilt heute auch bei kleineren Stückzahlen, wie sie bei der Herstellung individuell konfigurierter Landmaschinen auf der Tagesordnung stehen.“ Auf dem Weg dorthin wird die Zusammenarbeit mit KUKA bei KRONE als strategisch wichtig eingesch?tzt. ?KUKA liefert nicht nur Technik, sondern bringt Systemdenken mit. Wir lernen gemeinsam, entwickeln gemeinsam weiter“, sagt Perk.

        Blick nach vorn: Montage, Variantenfertigung und KI

        Für die Zukunft sieht René Mecklenburg weiteres Potenzial in der Montageautomatisierung: ?Besonders bei variantenreichen Produkten müssen wir automatisieren, ohne die Flexibilit?t zu verlieren.“ Ganz neue Potenziale erschlie?en sich dabei durch den immer rasanteren Fortschritt der Digitalisierung und der Künstlichen Intelligenz. ?Die Anlagen lernen, Fehler zu erkennen und sich selbst zu optimieren“, sagt Volker Perk. ?Darauf k?nnen wir weiter aufbauen.“
        Digitalisierung und KI helfen dabei, die Anlagen weiter zu optimieren.
        Die Selbstoptimierung der Anlagen birgt noch großes Potenzial.
        Jochen Roling kommt bei diesem Gedanken gleich ein Bild aus dem Büro des Inhabers Bernard Krone in den Sinn: ?Ein Spruch von Dante: Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt, der andere packt sie an und handelt.“ Sie haben noch viel vor bei KRONE.

        Weitere Informationen zu autonomen mobilen Robotern:

        Hier finden Sie alle autonomen mobilen Roboter (AMR) von KUKA im überblick.

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