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        Du und Ich. Gemeinsam.


        Gastautor
        8. Juni 2021
        Technology
        Lesezeit: 3 Min.

        Kein Schutzzaun trennt Mensch und Roboter. Beide arbeiten direkt zusammen. Diese Art der Automatisierung, die Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) genannt wird, eröffnet riesige Potenziale. Doch wann ist Kollege Roboter eigentlich „kollaborativ“? Und wann macht ein Einsatz Sinn?
        Zuerst einmal gilt es das Ziel der Anwendung zu hinterfragen:

        Welches Maß an menschlicher Interaktion benötigen Sie für die Anwendung?

        Es gibt Ebenen der Interaktion und Zusammenarbeit. Das Ziel Ihres potenziellen kollaborierenden Roboters könnte die einfache Unterstützung eines menschlichen Mitarbeitenden sein – oder aber eine Aufgabe, die der Roboter weitgehend selbstständig erfüllt, wobei ein Mensch in verschiedenen Abständen nach ihm sieht oder mit ihm interagiert.

         

        Die spezifische Art der Interaktion, nach der Sie suchen, leitet die ersten Schritte auf dem Weg zur richtigen Automatisierungslösung ein.

        Welche Art von kollaborativem Roboter benötigen Sie tatsächlich?

        Wird sich für eine MRK-Lösung entschieden, zeigt sich häufig, dass auch ein klassischer Industrieroboter – z.B. mit den richtigen Sensorfähigkeiten ausgestattet – kollaborativ arbeiten kann.

         

        Steht der Zeitbedarf einer MRK-Anwendung im Fokus, so muss diese, um wirtschaftlich profitabel zu sein, bezüglich der Bewegung derart optimiert werden, dass der Roboter möglichst keine langen Wege zurücklegen muss. Ein Cobot ist nicht darauf ausgelegt, möglichst schnell von A nach B zu fahren. Seine Stärke liegt in der Sicherheit und der Sensitivität. Dadurch kann er mit dem Menschen auf engstem Raum zusammenarbeiten und macht das Team aus Mensch und Maschine produktiver. Steht der Zeitbedarf im Fokus, fällt die Wahl auf einen entsprechend für MRK ausgerüsteten Industrieroboter.

        Denn MRK ist nicht gleich MRK:

        Formen der Mensch-Roboter-Interaktion

        1. Leistungs- und Kraftbegrenzung

        Die erste Art ist die Leistungs- und Kraftbegrenzung, die den meisten Menschen in den Sinn kommt, wenn sie an ein kollaboratives System denken. Der Roboter begrenzt seine Leistung und Kraft, die Kollisionsbeherrschung steht im Mittelpunkt.

        2. Überwachter Halt

        Schutzzäune werden überflüssig. Der Roboter stoppt, sobald der Mensch den Kollaborationsraum betritt. So wird eine Kollision vermieden. Vorteil dieser MRK-Art: Hier können auch klassische Industrieroboter zum Einsatz kommen.

        3. Geschwindigkeits- und Abstandsüberwachung

        Die dritte Art der Mensch-Roboter-Kollaboration ist die Geschwindigkeits- und Abstandsüberwachung. Der Roboter macht seine Geschwindigkeit davon abhängig, wie nah ihm der Mensch kommt. Das Ziel: den Zeitverlust, der durch den Zutritt des Menschen entsteht, so gering wie möglich zu halten.

        4. Handführen

        Die vierte Art wird als Teach-by-Demonstration oder Handführen bezeichnet. Dabei führt der Anwender den Roboter bei überwachter, sicherer Geschwindigkeit per Hand. Die zulässige Geschwindigkeit wurde vorab durch eine Risikobeurteilung definiert.

        Letztlich entscheidet also die Ebene der Interaktion über die Frage, wann ein Roboter kollaborativ ist. Denn grundsätzlich kann jeder Roboter ein kollaborativer Roboter sein, wenn er nur in das richtige Szenario eingesetzt wird.

         

        MRK wird einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, wenn es darum geht, flexible, schnell anpassbare Produktionslinien zu realisieren. Dem Megatrend der individualisierten Massenproduktion wird man nur mit flexiblen Produktionskonzepten folgen können.

         

        Sie suchen eine roboterbasierte Automatisierungslösung für Ihren Betrieb? Dann melden Sie sich bei uns. KUKA unterstützt Sie dabei, die richtige Lösung für Ihre Anwendung zu finden.

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