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Modernste Schweißtechnologien für E-Mobilität: KUKA erhält Folgeauftrag von großem Automobilhersteller
Mit modernster Technologie unterstützt KUKA beim Wandel hin zu einer nachhaltigeren Mobilität: Nachdem KUKA im vergangenen Jahr bereits einen Großauftrag über 23 Rührreibschweiß-Zellen mit integrierten Robotern für die E-Fahrzeug-Fertigung eines großen Automobilherstellers in den USA erhalten hat, folgt nun ein Auftrag über 12 weitere Zellen für eine Produktionserweiterung.
9. Juli 2025
Die gelieferten Zellen werden bis August 2025 schrittweise installiert und in Betrieb genommen. Die FSW-Zellen (FSW steht für Friction Stir Welding, also Rührreibschweißen) mit KUKA Robotern vom Typ KR FORTEC und auf den Schweißprozess abgestimmte Spannvorrichtungen werden in Produktionslinien für E-Fahrzeuge integriert und kommen dort bei mehreren Fertigungsschritten zum Einsatz:
Die Roboter in den Zellen schweißen Batterieträger zusammen und verbinden in einem zweiten Produktionsabschnitt Kühlbleche mit den Batterieträgern. Darüber hinaus ist KUKA für den gesamten Rührreibschweißprozess verantwortlich – inklusive Montage, Inbetriebnahme, Schulung und Endabnahme beim Kunden.
Flexible Produktion auf einem neuen Level
Die KUKA Technologien kommen in der umfassend umgerüsteten Produktionsanlage zum Einsatz. Die neue, flexible Anlage erm?glicht es, Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, Hybrid- und Elektrofahrzeuge auf denselben Produktionslinien zu bauen. Die technologische Herausforderung besteht darin, die Batterietr?ger, welche aus zwei Gusshalbschalen bestehen, mittels einer 3D-Schwei?ung zu verbinden. Dies l?sst sich am besten mit FSW-Robotern von KUKA realisieren.
Mit der Umrüstung wurde die Fertigung neu konzipiert, um eine Arbeitsumgebung zu schaffen, die Mitarbeitenden-freundlicher und umweltvertr?glicher ist und gleichzeitig ein H?chstma? an Qualit?t, Effizienz und Wert für die Kunden bietet.
FSW: Hochwertigeres, effizienteres und nachhaltigeres Schweißen
Beim Rührreibschwei?en oder FSW-Schwei?en wird ein rotierendes, stift?hnliches Werkzeug zwischen den Berührungsfl?chen des Bauteils entlanggeführt. Durch die Reibungsw?rme plastifiziert der Werkstoff und die Teile werden miteinander verbunden. So k?nnen selbst schwer schwei?bare oder artfremde Stoffe wie Aluminium mit Magnesium, Kupfer oder Stahl verschwei?t werden. Mit diesem Verfahren wird weniger Energie und Material verbraucht.
FSW-Schwei?en wird in unterschiedlichsten Branchen angewendet, die besondere Anforderungen an Schwei?n?hte haben, seien es Batteriebeh?lter, Seitenw?nde von Hochgeschwindigkeitszügen oder Tankstrukturen von Raketen. Daher kommt die Technologie neben dem Wachstumsmarkt E-Mobility zum Beispiel in der Luftfahrt- oder der Elektroindustrie zum Einsatz.
Höhere Bahngenauigkeit, größere Reichweite: KUKA erweitert sein FSW-Roboterportfolio
Für das Rührreibschweißen müssen Roboter spezielle Anforderungen erfüllen, da bei diesem komplexen Fertigungsverfahren besonders hohe Prozesskräfte wirken. KUKA bietet zu diesem Zweck in seiner KR FORTEC Produktfamilie die Sondervariante Machine Tooling (MT) an. Mit ihrem stärkeren Motor und Vor-schaltgetrieben für noch höhere Steifigkeit sind die Varianten für den FSW-Prozess ideal. Und das KUKA Portfolio wächst: Mit zwei neuen MT-Varianten aus der KR FORTEC ultra Roboterfamilie setzt KUKA neue Maßstäbe.
Mit seiner Doppelschwinge in Kombination mit angepassten Roboterparametern sorgt der KR FORTEC ultra für höchste Bahngenauigkeit bei 20% höherer Prozesskraft. Die ab April 2025 neu verfügbaren Modelle sind außerdem mit Reichweiten von bis zu 3.400 mm erhältlich, was den effektiven Arbeitsbereich für KUKA Kunden beim Rührreibschweißen vergrößert.